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Wandern in Sedona

Unsere Unterkunft bietet absolute Ruhe in der Nacht. Der Vorteil eines Golfresorts ohne angrenzenden Highway.

 

Wir schlafen entsprechend gut und wachen erholt auf. 

 

Frühstück gibt es heute à la Gunnar. 

So gestärkt schnüren wir die Wanderschuhe und machen uns auf den kurzen Weg zum Bell Rock Vista Trailhead. Im Visitor Center hat man uns gestern darauf hingewiesen, dass es am Sonntag voll werden kann, aber wir haben Glück und finden eine Parklücke am Wandergebiet. Es sind aber etliche andere Menschen unterwegs. Nicht jeder in Wandersachen, aber offenbar bieten sich die vielen, teilweise kurzen Wanderwege auch zum Spazierengehen an.

 

Wir nehmen zunächst den Big Park Loop und wandern entgegen des Uhrzeigersinns zunächst am Bell Rock und dann am Courthouse Butte vorbei. Auf dem folgenden ersten Bild ist links der Bell Rock und rechts Courthouse Butte zu sehen. 

Die Wanderwege sind prima ausgeschildert und man kann beliebig viele Trails miteinander kombinieren. Wir biegen vom Big Park Loop auf den Courthouse Butte Loop ab, weil wir den großen Felsen einmal umrunden wollen. Für diesen Weg entscheiden sich auch nicht ganz so viele anderer Wanderer, also sind wir längere Abschnitte allein unterwegs.

 

Heute früh scheint die Sonne, es sind um kurz nach 8 Uhr bereits über 20 °C und die Ausblicke auf Sedonas Natur sind traumhaft. Der Weg hat nur wenig Steigung und lässt sich angenehm wandern. Dennoch bin ich froh, dass wir ausreichend Getränke dabei haben. 

Rund 8 km sind es am Ende und wir brauchen bei der Wärme unsere Zeit.

 

Kurz vor dem Parkplatz kommt uns ein älterer Herr (vielleicht Mitte 80) in Fahrradklamotten (US-Style mit Flaggen all over) auf seinem Mountainbike im Affenzahn bergauf entgegen und grüßt uns mit "Hi Kids!". Sehr drollig. Man wundert sich ja, wenn man in unserem Alter mit "Kids" angesprochen wird. 

 

Da es noch früh am Vormittag ist, wählen wir noch eine 2. Wanderung aus. Empfohlen wurde uns der Woods Canyon. Wir fahren ein Stück aus Sedona raus und stellen den Wagen am Trailhead ab. Die Sonne scheint jetzt prall vom Himmel und der Weg beginnt "baumlos". Schatten ist also nicht in Sicht.

Und so bleibt es auch. Wir wandern über Wiesen, dann durch roten Sand, aber Bäume und Schatten auf dem Weg sind Mangelware. Wenn mal einer am Wegesrand steht und dann zufällig ein Windhauch kommt, ist das kurz wie das Paradies.

 

Der Weg ist eher unspektakulär nach unserer ersten Wanderung. Als wir den Canyon erreicht haben, drehen wir wieder um. Vorher finden wir tatsächlich noch einen Schattenplatz, legen eine Pause ein, teilen uns einen saftigen Apfel und raffen uns dann für den sonnigen Rückweg auf. 

 

Hier sind wir tatsächlich allein unterwegs. Ganz am Anfang kamen uns 2 Wandergruppen entgegen und neben uns standen auch nur 2 andere Fahrzeuge. 

Wir sind richtig froh, als wir in der Ferne den Parkplatz sehen. Wir sind jetzt auch echt kaputt und fahren in unser Appartement. Nach einer Pause und vor allem einer Dusche geht es noch einmal nach Sedona, in den Ortsteil Tlaquepaque, einem kleinen Zentrum mit Läden, Galerien und Restaurants. Super hübsch und mit vielen, zauberhaften Details. 

Das hat sich gelohnt. Wir finden neben süßen Innenhöfen, tollen Skulpturen und wunderschönen Blumenkübeln (man setzt hier auf Fingerhut und Rittersporn in Massen) auch 2 neue Weihnachtsbaumanhänger und haben so zukünftig eine schöne Erinnerung an Sedona und diese Reise.

 

Parken war ein bisschen schwierig. Auf dem Hinweg nach Sedona hatten wir es schon probiert, aber leider erfolglos. Wir sind dann ein Stück weiter gefahren, weil wir noch zu Walgreens (Drogerie) mussten. Auf dem Rückweg hat Gunnar - der geduldigste Parkplatzsucher der Welt - es einfach noch mal probiert und siehe da, eine freie Lücke!

 

Auf dem Heimweg stoppen wir an einem mexikanischen Restaurant "Mole" und bestellen Enchiladas - einmal mit Beef, einmal mit Lachs. Beides ist sehr lecker, aber am allermeisten flasht der Blick von der Terrasse, auf der wir unser Essen zu uns nehmen. Ein Traum!

Sowohl in Tlaquepaque, als auch auf dem Weg zum Restaurant läuft man an duftenden Jasminhecken vorbei. Man kann diesen wunderschönen Duft ja kaum beschreiben, aber ich liebe ihn und lief den ganzen Nachmittag "schnuppernd" durch die Gegend.

 

Wir lassen den Abend jetzt auf unserem Balkon ausklingen.

 

Morgen haben wir noch einige Wanderwege vor uns, die wir uns heute am Sonntag verkniffen haben. Einige Wanderwege werden nämlich von Donnerstag bis Sonntag für Selbstfahrer gesperrt und sind nur mit einem Shuttle zu erreichen. Montag bis Mittwoch kann man dagegen wieder selbst parken. Zudem rechnen wir damit, dass es morgen an den Highlights nicht ganz so voll wird.

 

Drückt uns mal die Daumen!