Nach unserem aktiven Wandertag haben wir gut geschlafen und sind verhältnismäßig spät wach (also gegen 6 Uhr). Wir machen uns fertig, frühstücken in Ruhe im Hotel und packen dann den Nissan. Wir verlassen heute die Küste - schweren Herzens. Wir hatten hier wunderschöne Tage bei frühlingshaftem Wetter und viel Sonnenschein und ich wäre gern länger geblieben.
Aber unsere Route steht und das ist auch gut so. Wir fahren heute ins Landesinnere zum Joshua Tree Nationalpark. Wir bleiben damit noch immer in Kalifornien, allerdings zieht es uns vom Meer nun in die Wüste.
Ohne Kaffee geht es natürlich nicht.
Etwas über 200 Meilen liegen vor uns und leider müssen wir an Los Angeles und Pasadena vorbei. Das heißt, wir werden länger fahren als geplant, denn hier ist einfach immer Stau.
Uns hetzt aber nichts und wir können es ja auch nicht ändern.
Nach stop-and-go, zwei Getränken, einem Eis und einer Tankfüllung kommen wir um 12 Uhr in Twentynine Palms an. Hier liegt unser Hotel für die nächsten 2 Nächte und auch einer von mehreren Eingängen zum Joshua Tree Nationalpark.
Zunächst geht es kurz ins Visitor Center. Der Ranger empfiehlt uns für heute einige kürzere Wanderungen und für morgen eine längere. Allerdings mit dem deutlichen und mehrfach wiederholten Hinweis, dass wir ganz früh starten sollen, weil es heiß wird. Tatsächlich haben wir knapp 30 °C.
Wir entscheiden uns für den Split Rock Loop und eine Verlängerung zum Face Rock. Der Loop ist rund 4 km lang und bei der Mittagshitze ausreichend. Glücklicherweise weht ein kräftiger Wind, sodass es trotz der sommerlichen Temperaturen nicht zu heiß ist. Ohne Kopfbedeckung geht es aber bei strahlend blauem Himmel nicht.
Der Weg ist nicht zu anstrengend und es sind nur wenige andere Wanderer unterwegs. Auffällig sind die Gesteinsformationen, die - wie der Name des Weges deutlich macht - oftmals gebrochen oder zerteilt sind. Teilweise sieht man die Stellen gut, an denen in der Zukunft die Felsen auseinanderbrechen werden. Manche Felsen haben Linien, die wie Nähte aussehen. Ein spannender und kurzweiliger Wanderweg.
Auch der kurze Abstecher zum Face Rock lohnt sich.
Zurück am Parkplatz legen wir eine späte Mittagspause ein.
Anschließend geht es weiter zur Hall of Horrors. Klingt gruselig, ist aber einfach eine Felsformation für Kletterer. Wenn man die Felsen als Wanderer umrundet, haben sie nichts Gruseliges an sich.
Gegen 15.30 Uhr verlassen wir den Park. Wir müssen uns für heute Abend und morgen noch versorgen und wollen einmal Wäsche waschen.
Im Stater Bros. Supermarket bekommen wir alles, was wir brauchen. Im Hotel können wir einen Berg Klamotten waschen und trocknen und sind damit am frühen Abend beschäftigt.
Wir werden aber rechtzeitig fertig, um noch einmal zum Sonnenuntergang in den Park zu fahren.
Die Sonne verschwindet hinter den Bergen, der Himmel verfärbt sich von gelb-orange zu rosa-orange und es wird langsam dunkler. Wir machen uns auf den Weg zum Hotel zurück.
Und eine Ecke später lacht uns ein wunderschöner Mond an. So darf dieser sonnige und sommerlich warme Tag gern zuende gehen.
































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