· 

Abschied

2 Wochen Urlaub sind schneller rum, als man glaubt. Gerade sind wir doch erst in Kanada angekommen und nun ist schon der Tag der Abreise da.

 

Gepackt haben wir gestern Abend schon. Platz reichte und die Höchstgewichte für unsere 3 Koffer haben wir auch eingehalten. Ein paar Souvenirs sind dabei, ansonsten waren wir hinsichtlich Mitbringseln in diesem Urlaub sehr zurückhaltend.

 

Ich besorge bei Evelyn's noch einen großen Kaffee für Gunnar und eine heiße Schokolade für mich und genieße dabei den frostigen Morgen. Die Sonne scheint durch die Wolken, es ist in Banff noch ganz still um 9 Uhr früh und die Temperaturen liegen bei -12 °C. Merke ich aber erst, als mir die Hände (natürlich ohne Handschuhe, braucht man ja bei Sonnenschein nicht) am Kaffee festfrieren...

Gegen 10 Uhr verlassen wir Banff. Wir fahren auf dem Trans-Canada-Highway Richtung Calgary. Es hat über Nacht wieder geschneit und auf den 115 km sehen wir tatsächlich 3 Unfälle. Unser Wagen bringt uns aber wie bisher sehr entspannt über die verschneite Fahrbahn.

 

In Calgary haben wir noch etwas Zeit und suchen daher die Crossiron Mills Mall auf. Hier können wir noch ein wenig bummeln, meinen abgetragenen 20 Jahre alten schwarzen Schal gegen einen neuen tauschen und auch noch ein Mittag in der Food Hall zu uns nehmen.

Wir konnten gestern nicht online einchecken und haben telefonisch den Hinweis erhalten, ein wenig früher am Flughafen zu sein. Wir geben um 14 Uhr unseren sehr dreckigen Mietwagen ab und werden trotzdem ganz freundlich begrüßt. Der Mitarbeiter von Alamo checkt kurz unser Fahrzeug, verrät uns noch, welchen Eingang wir nehmen sollen, um direkt bei Discover zu landen und dann war es das auch schon.

 

Bei windigen -15°C laufen wir mit unseren Koffern zur Abflughalle, können unkompliziert am Schalter einchecken, sehr entspannt - ohne etwas auspacken zu müssen - durch den Sicherheitscheck und warten dann mit anderen Reisenden auf unsere Maschine.

 

In unserer Nähe sitzt eine junge Frau mit kleinem Hund. Der "jiffelt" die ganze Zeit herum und irgendwann spricht sie uns an. Der kleine Hund ist nämlich sehr sozial und möchte uns unbedingt kennenlernen. Kein Problem für uns. Wir beschäftigen uns mit dem kleinen Hund und kommen ganz entspannt ins Gespräch. Die junge Frau kommt aus Frankreich, lebt nun aber in Vancouver. Wie im Flug vergeht die Zeit während des Redens und dann müssen wir auch schon zu unserem Gate.

 

Der Rückflug verläuft entspannt. Wir starten etwas später, weil unsere Maschine erst enteist werden muss, holen die Zeit dann aber wieder rein.

 

In Frankfurt wird es noch mal hektisch und wir schaffen die Passkontrolle und unseren Anschlussflug auch nur, weil wir uns dreist vordrängeln und davon profitieren, dass am heute etwas chaotischen Frankfurter Flughafen keiner so richtig einen Plan hat. 

 

Und nun sind wir wieder zu Hause, haben Unmengen an wunderbaren Erinnerungen im Gepäck und haben unseren Urlaubs-Zähl-Kalender schon mal für den nächsten Urlaub eingestellt: Es sind noch 138 Tage bis... na ja, das erfahrt Ihr früh genug!