Kananaskis Country hat uns gestern so gut gefallen, dass wir heute direkt noch einmal hinfahren.
Ich buche also heute früh ein Tagesticket und dann starten wir zunächst auf dem Trans-Canada-Highway in Richtung Canmore. Wie in den USA sind auch in Kanada die Geschäfte am Sonntag regulär geöffnet. Wir holen uns im Save-on-foods ein Mittagessen (Sandwich und Brötchen) sowie einen Wandersnack (Muffins) und fahren dann auf dem Smith-Dorrien-Trail zum Peter Lougheed Provincial Park.
Wetter? Mal wieder großartig. Die Sonne geht über den Rocky Mountains auf, der Morgenhimmel strahlt blau und es ist knackig kalt. Vor uns fahren einige Autos, aber die biegen fast alle zum Canmore Nordic Center ins Skigebiet ab. Gut für uns.
Wir fahren rund 45 km zum Chester Lake Trailhead. Die Temperatur fällt auf -21,5 °C. Ganz schön frisch heute!
Am Chester Lake Trailhead stehen 3 Autos, zu sehen ist niemand. Der See ist auf 2 verschiedenen Wegen zu erreichen, wobei ein Weg explizit für Skifahrer, der andere explizit für Snowshoer und Hiker vorgesehen ist. Wir schauen uns den Weg an, der wunderbar festgetrampelt ist und verzichten auf unsere Schneeschuhe.
Die Tour soll ca. 9,5 km lang sein und 405 Höhenmeter überwinden.
Wir ziehen uns warm an und wandern los. Ein traumhafter Weg.
Nach einem recht angenehm zu laufenden ersten Stück steigt der Trail steil an. Wir rüsten auf und ziehen unsere Ice Cleats an. So haben wir mehr Halt auf dem verschneiten Wanderweg.
Auf unserem Weg begegnet uns niemand. Der Trail ist in sehr regelmäßigen Abständen gut ausgeschildert, sodass wir wirklich an keiner Stelle zweifeln, wo es weitergehen könnte. Zudem sind in den letzten Tagen offenbar zahlreiche Wanderer unterwegs gewesen, denn der Trail ist prima bereitet und lässt sich - von der Steigung mal abgesehen - super laufen.
Je höher wir kommen, desto häufiger sehen wir die Gipfel der umliegenden Berge.
Dann scheinen wir die größte Steigung geschafft zu haben und kommen auf einer Lichtung an. Ob das schon der Chester Lake ist? Der Weg führt jedoch weiter, also folgen wir dem Pfad. Auch wenn alles dick verschneit ist, sieht das hier nicht nach einem See aus.
Und tatsächlich, der Trail geht noch ein ganzes Stück weiter und näher an die Berge im Hintergrund heran und dann haben wir es nach rund 5 km geschafft. Wir stehen ganz allein am Chester Lake. Dick verschneit, aber doch zu erkennen.
Der perfekte Ort für eine Snackpause. So ein Muffin schmeckt nach 2 Stunden Wanderung in knackiger Kälte einfach einmalig lecker!
Die Sonne schafft es nicht über die umliegenden Berge. Im Schatten ist es aber auf Dauer nicht auszuhalten, also treten wir den Rückweg an. Der liegt nun über weite Strecken in der Sonne und ist herrlich. Auf der Lichtung denken wir sogar, dass man es hier in einem Liegestuhl mit einem Heißgetränk gut aushalten könnte. Ist natürlich nicht existent, daher laufen wir weiter. Aber die Sonnenstrahlen wärmen schon durch.
Es begegnen uns nun auch zahlreiche andere Wanderer, wir zählen mindestens 30. Wir hatten mal wieder Glück und den Chester Lake für uns allein. So mögen wir das.
Auf dem Rückweg mit nun steilem Abstieg haben sich unsere Ice Cleats definitiv bezahlt gemacht. Wir rutschen nicht ein einziges Mal aus, auch wenn wir durchaus mal einen Baum zum Stoppen nutzen müssen.
Wir kommen zur Mittagszeit wieder am Parkplatz an, der jetzt ziemlich voll ist.
Wir heizen den Mietwagen und fahren Richtung Highway 40. Am Lower Kananaskis Lake machen wir Mittagspause und verspeisen unsere Sandwiches und dann fahren wir langsam Richtung Banff zurück. Am Highway 40 stehen Hinweisschilder auf "Wildlife" und tatsächlich sehen wir heute mal wieder ein paar Dickhornschafe am Straßenrand.
Am Nachmittag sind wir zurück in Banff, faulenzen ein bisschen und kehren am Abend in der Bear Street Tavern ein. Wir reservieren in diesem Urlaub täglich einen Tisch, weil die Restaurants gut besucht sind. Das funktioniert prima über die App open table und erspart uns Wartezeit.
In der Bear Street Tavern wählen wir beide heute eine Pizza und sind wieder sehr begeistert. Zudem bekommen wir heute einen schönen Platz in einer Art Séparée.
Morgen legen wir mal eine Wanderpause ein.









































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