Wir schlafen gut in Redding und Frühstück gibt es ab 6 Uhr. Gut für uns Frühaufsteher, denn so können wir uns für den Tag stärken und trotzdem frühzeitig losfahren. Neben Bageln, Cerealien und Joghurt gibt es hier auch gebratene Wurstscheiben und Frühstückskartoffeln. Wir sind also ausreichend gestärkt, als wir auschecken. Wir tanken um die Ecke den GMC voll und versorgen uns im Safeway ein paar Straßen weiter mit zwei Pfirsichen, zwei Donuts und zwei Heißgetränken.
In Kalifornien beträgt der Preis für eine Gallone Benzin 4,99 $. In Washington und Oregon waren wir mit 3,69$ pro Gallone deutlich günstiger unterwegs. Und je näher wir der California Coast kommen, desto mehr kostet der Sprit. Hier in Arcata, wo wir für 2 Nächte bleiben, sind wir schon bei über 5 $. Aber der Reihe nach.
180 Meilen sind es von Redding zum Newton B. Drury Scenic Parkway. 3 Stunden veranschlagt unser Navi; am Ende werden es 4 Stunden, denn wir müssen auf der CA-299 etliche Baustellen mit einseitiger Fahrbahnsperrung bewältigen. Das dauert... Aber wir haben Musik, eine Klimaanlage, Heißgetränke und Kaltgetränke, Salzbrezeln und M&Ms... mehr brauchen wir doch gar nicht zum Glücklichsein.
Gegen 11 Uhr biegen wir von der CA-299 auf den Küstenhighway 101 ab. Wir fahren zunächst mal in Arcata an unserem Hotel vorbei, denn zum Einchecken ist es zu früh und wir haben noch etwas vor. Wir wollen zu den riesigen Redwoods, die hier an der Küste wachsen. Die Küsten-Redwoods (Küstenmammutbäume, Sequoia sempervirens) sind die höchsten Bäume der Welt. Küstenmammutbäume können über 110 m hoch werden und im Durchmesser ihres Stamms leicht 7 m erreichen. Der höchste Redwood ist 115 m hoch und damit der höchste bekannte Baum der Welt. Und wo steht er? Genau, hier im Redwood National Park.
Aber wir können natürlich nicht auf dem Küstenhighway 101 fahren, ohne mal ans Meer geschaut zu haben. Wir stoppen kurz am Clam Beach County Park, nutzen dort die Örtlichkeiten und hüpfen kurz an den Strand. Über dem Pazifik hängt der Nebel fest. Trotzdem ist es total schön. Die Luft, das Wellenrauschen, die entspannten Menschen.
Wir haben uns kurz die Beine vertreten und fahren noch einmal rund 30 Meilen zum Newton B. Drury Scenic Parkway. Der führt durch die Redwoods, bietet ganz viele Parkmöglichkeiten, um die Baumriesen in Ruhe anzuschauen und außerdem jede Menge Wanderwege.
Wir haben uns den Ossagon Trail herausgesucht. Aber bevor wir aufbrechen, verspeisen wir noch unsere Pfirsche und Donuts, denn es ist Mittag und wir haben ein bisschen Hunger.
Dann geht es aber los. Die ersten Minuten bergauf, dann gefühlt eine halbe Stunde bergab durch den Wald und dann durch flaches Marschland. Und dann liegt er vor uns. Der Pazifik. Im Sonnenschein. Der Strand ist gespickt mit großen Felsen. Was fehlt sind andere Menschen. Traumhaft.
Wir verbringen eine schöne Stunde am Strand. Vor den Felsen liegen Totholzstämme, die prima Sitzgelegenheiten abgeben. Gunnar hält seine Füße ist Wasser und wir dabei von einer neugierigen Robbe beobachtet. Sehr niedlich, wie sie immer wieder auftaucht, mit ihren schwarzen Knopfaugen.
Um 14 Uhr treten wir den Rückweg an. Der geht jetzt rund 2,5 km bergauf. Ganz schön anstrengend. Zu unserem Glück liegt aber ein großer Teil des Weges in den Redwoods. Sie spenden Schatten und links und rechts des Trails wachsen häufig Farne, die für frische und kühle Luft sorgen. Und so brauchen wir dann doch nur 45 Minuten bis zurück zum Auto.
Zurück am Auto ruhen wir uns kurz aus, dann geht es mit dem GMC weiter. Wir fahren langsam den Newton B. Drury Scenic Parkway bis zum Visitor Center.
An den großen Redwoods kann man sich kaum satt sehen. Sie sind beeindruckend groß, man bekommt sie oftmals nicht aufs Bild, wenn man sie komplett ablichten möchte. Wir nutzen etliche Haltebuchten. Wie auch im Lassen Volcanic Nationalpark ist der Parkway nicht überlaufen. Das ist sehr entspannt, weil Parkplatzsuche einfach kein Thema ist.
Auf dem Weg zum Hotel stoppen wir noch kurz am Visitor Center, um unseren Patch zu holen. 3 Nationalparks in 3 Tagen, das ist ganz schön viel. Wir haben für diesen Park allerdings 2 Tage und haben morgen noch etwas Besonderes vor. Erst übermorgen geht es weiter an der Küste, zurück nach Oregon.
Heute Abend widmen wir uns nur noch der Essensbeschaffung (Safeway in Arcata) und dem Check-In im Hotel (Best Western Arcata).


























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