· 

Rochen gestreichelt - check

Nachdem wir gestern Abend nach dem Lakers Spiel sehr spät ins Bett gekommen sind, sind wir heute von einem ungewohnten Rauschen aufgewacht. Der Wettergott hat uns verlassen.

 

It never rains in California, but Girl, don't they warn ya, it pours, man it pours… so sang schon Albert Hammond. Und das tut es. Es regnet in Strömen! Wir checken in L.A. aus und fahren zum nächstgelegenen IHOP. Gegen Regen-Blues helfen nur die besten Buttermilk Pancakes in Nordamerika und die gibt es nun einmal im IHOP. 

Eigentlich hatten wir uns heute Venice Beach und Santa Monica und auf dem Rückweg nach San Diego noch das Aquarium in Long Beach vorgenommen. Weil es aber weiterhin so schön regnet, streichen wir alle Aktivitäten am Strand und fahren direkt nach Long Beach ins Aquarium.

 

Nachdem wir 2 Tickets gekauft haben und pünktlich um 9 Uhr das Aquarium betreten, merken wir, dass ein großer Teil des Aquariums draußen liegt und nicht überdacht ist. Die Freude ist zunächst etwas getrübt. Aber dann entdecken meine Augen das Paradies. Einen Touch Tank mit Rochen. Ich bin dann mal weg...

Die kleinen Kuhnasenrochen sind neugierig und schwimmen unter meiner Hand durch. Leider regnet es so doll, dass wir nicht so lange dort stehenbleiben können, wie ich gern würde.

 

Wir gehen also weiter zur "Shark Lagoon". Was schwimmt da mit den Haien im Becken? Oh ja, weitere große Rochen. Und als einer der Rochen merkt, dass ich am Fenster bleibe und meine Hand ranhalte, schwimmt er immer wieder vor mir hin und her. Mit seinen großen Augen scheint er mich anzuschauen. Traumhafte Wesen.

Bevor wir komplett durchregnen, ziehen wir uns ins Innere des Aquariums zurück und erkunden dort die Becken mit verschiedensten Bewohnern der Meere. Neben den typischen Meeresbewohnern wie Fischen, Seepferdchen und Quallen, gibt es auch Säugetiere zu sehen wie Seelöwen, Robben und Otter, aber auch einige Vögel und eine Kolonie Pinguine.

Und was finden wir noch? Einen weiteren Touch Tank, also Hände desinfizieren und vorsichtig alles streicheln, was nicht weglaufen kann. Ich kann Seesterne, Seeigel und Seeanemonen vorsichtig anfassen und ihre unterschiedliche Beschaffenheit erforschen. Das ist unglaublich spannend. Die Seeigel stacheln natürlich, aber das erwartet man ja auch. Man kann sie nur ganz vorsichtig berühren. Die Seesterne sind erstaunlich fest und auf der Oberfläche ganz uneben und rau. Die Seeanemonen sind mit ihren kleinen Tentakeln (nennt man die so?) fast gar nicht spürbar. Beeindruckend sind auch die unterschiedlichen bunten Farben.

Leider regnet es auch noch, als wir das Aquarium verlassen. Es gibt trotzdem kein Trostplüschtier, sondern wir fahren zurück nach Carlsbad, obwohl ich finde, dass mir dieser Octopus wahnsinnig gut um die Hüfte passt...

Wir kaufen noch ein paar Vorräte im Walmart und holen uns dann ein - wie wir zunächst glauben - schnelles Mittag im "In-n-out Burger". Wir waren noch nie bei dieser Kette, haben aber Gutes gehört. Als wir bestellen können, sehen wir ein übersichtliches Menü. Doppelburger, Hamburger, Cheeseburger, Pommes. Fertig. Mehr gibt es nicht. Der Laden ist so voll, dass alle Tische belegt sind und die Leute in langen Schlangen anstehen. Am Drive Through stehen 9 Autos in Schlange. Und das soll toll sein?! Ich würde ja am liebsten wieder direkt gehen, aber Gunnar meint, es ist ein gutes Zeichen, wenn der Laden wenig Auswahl hat und trotzdem sooo boomt. Hinter dem Tresen zähle ich 13 (!) emsige MitarbeiterInnen. 

 

Also bestellen wir und warten darauf, dass "guest number 19" aufgerufen wird. Es dauert etliche Minuten, dann halten wir unsere Tüten in der Hand. Mangels Platz haben wir beschlossen, im Auto zu essen. Und was soll ich sagen? Dass diese einfachen Burger soooo oberlecker sind, habe ich wirklich nicht erwartet. Knackiger Salat, aromatische Tomate, knusprige Brötchenhälften, Burgersoße, Pattie - mehr braucht es nicht. Nix durchgesuppt, alles frisch zubereitet (daher auch die verhältnismäßig lange Wartezeit). Wir genießen im Auto und schleppen unsere vollen Bäuche dann zurück ins Hotel.

Weil wir zu viel gegessen haben und zu wenig gelaufen sind, machen wir am Nachmittag noch einen schönen Spaziergang am Carlsbad Beach und lassen den heutigen Tag ausklingen.